Jamssession mit Erhu- Benefizkonzert für die TCM-Forschung im Mix der Kulturen

Ein chinesischer Erhu-Spieler, der gemeinsam mit einer deutschen Ärtzebigband jammt, italienische Opernmelodien, von zwei chinesischen Sängerinnen so charismatisch interpretiert, dass 250 Hamburger Gäste hingerissen sind: Das Benefizkonzert für die TCM-Forschung, zu dem das Hamburger Zentrum für Traditionelle Chinesische Medizin e.V. am Freitag, dem 27. Februar, in das Atrium der HanseMerkur Versicherungsgruppe geladen hatte, bot überraschende Verbindungen.

Huaihai HUANG (1935-1967)  "Sai Ma" (Das Pferderennen) Erhu: Bin LI (link) und Mingyong FAN (recht). Foto Quelle: HanseMerKur

Huaihai HUANG (1935-1967) „Sai Ma“ (Das Pferderennen) Erhu: Bin LI (link) und Mingyong FAN (recht). Foto Quelle: HanseMerKur

Billy Stayhorn (1915-1967) "Take the A Train" Bigband: Jazzkulap. Foto Quelle: HanseMerKur

Billy Stayhorn (1915-1967) „Take the A Train“ Bigband: Jazzkulap. Foto Quelle: HanseMerKur

Der ganze poetische Zauber chinesischer Musik entfaltete sich unter der hohen Glaskuppel des Atriums, als die beiden chinesischen Musiker Mingyong FAN und Bin LI den Bogen über die Saiten des traditionellen Streichinstruments aus China führten und die Sopranistin Lini GONG Volkslieder ihrer Heimat und Stücke verschiedener chinesischer Komponisten sang. Ganz anders der Stil der Hamburger Ärzte: Jazzkulap brachte swingenden Big Band-Sound auf die Bühne. Während zunächst der Wechsel zwischen den Musikstilen den Reiz der Veranstaltung ausmachte, wurde es richtig spannend, als die Musiker gemeinsam spielten und dabei mutig stilistische und kulturelle Grenzen einrissen. Lini GONG sang mit der Big Band Jazzklassiker und, begleitet von der traditionellen chinesischen Erhu, ein klassisches Stück von Schubert. Bin LI und Mingyong FAN klinkten sich mit ihren Instrumenten in eine Jam Session ein. Schließlich griff auch die Moderatorin und Organisatorin des Abends, Wei Hertz, zum Mikrofon und sang gemeinsam mit Lini GONG ein hinreißendes Duett aus Mozarts Figaro, begleitet von einem Kammer-Ensemble aus den Reihen der Jazzer.

W.A. Mozart (1756-1791)Duettino "Sull'aria" aus "Le nozze di Figaro" Gesang: Wei Hertz (link), Lini Gong (recht)  Holzbläser-Trio. Foto Quelle: HanseMerKur

W.A. Mozart (1756-1791) Duettino „Sull’aria“ aus „Le nozze di Figaro“ Gesang: Wei Hertz (link), Lini Gong (recht) Holzbläser-Trio. Foto Quelle: HanseMerKur

Als Benefizveranstaltung und zur Information über die TCM-Forschung initiiert, bot das Konzert auch einen informativen Rahmen: Dr. Sven Schröder, Geschäftsführer des HanseMerkur Zentrums für TCM am UKE und Vorsitzender des gastgebenden Vereins, erläuterte die Inhalte aktueller Forschungsprojekte. Interessierte Gäste konnten bereits vor Ort Mitglied des Fördervereins werden und für die Forschung spenden.